Der Wolf und die Hexe

Es gab Post.
Post aus Afrika.
Dort, wo der Wolf sich momentan befindet. Für mindestens zwei Jahre.
Wenn er es schafft, sehen wir uns vielleicht zu meiner Hochzeit. Welch Ironie.
Sofern es das Netz zu lässt, schreiben wir Mails. Selten mal eine Whats App Nachricht. Manchmal höre ich ein paar Tage nichts von ihm. Ich habe ihm versprochen, dass ich mir dann keine Sorgen mache, aber ich mache es trotzdem.
So ein Brief ist echt was Besonderes. Handgeschrieben. Ein Stück Seele, ein Stück Herz.
Der Wolf fehlt mir.
Auch, wenn wir uns vorher schon nicht oft sahen, so ist das jetzt irgendwie was anders. Bitte nicht falsch verstehen, ich freue mich sehr für ihn. Er macht das, was er schon immer machen wollte. Er erfüllt sich gerade seinen großen Traum. Dieser Mensch, mit dem schiefen Grinsen und dem Herzen aus Gold. Ich bin stolz auf ihn.
Und was sind schon zwei Jahre im Vergleich zu 15 Jahren?

Denn genau da begann unsere Geschichte, vor 15 bzw. 16 Jahren.




Mit 15 kam ich mit meinem ersten richtigen Freund zusammen. Eine teilweise sehr katastrophale Beziehung über mehrere Jahre, aber darum geht es nicht. Mein damaliger Freund, wir nennen ihn jetzt einfach nur A, hatte ein, für mich, ausgefallenes Hobby. LARP (Live Action Role Play). Da ich schon lange ein großer Fantasy und Mittelalter Fan war, konnte ich mich auch schnell für dieses Hobby begeistern.
Himmel, ich weiß noch wie aufgeregt ich vor meinem ersten LARP-Tavernen-Abend war.
Im übrigen völlig unbegründet, denn die Freunde von A nahmen mich direkt herzlich in ihrer Mitte auf. (Ich finde ja eh, dass es unter den LARP Leuten oft eine besonders herzliche und warme Dynamik herrscht – Zumindest war dies in unserer Gruppe so)
An diesem Abend jedenfalls, traf ich auch zum ersten Mal auf den Wolf. Einer der besten Freunde meines damaligen Freundes. Das erste was mir auffiehl? Sein Grinsen. Schief, frech und strahlte gleichzeitig eine unglaubliche Wärme und Herzlichkeit aus. Vom ersten Moment an verstanden wir uns sehr gut.

So kam es, dass wir uns auch außerhalb des LARPS oft sahen. Wir freundeten uns schnell an und bald entstand eine innige Freundschaft. Wir trafen uns auch schonmal alleine, um zu quatschen oder etwas gemeinsam zu unternehmen. Obwohl A wahnsinnig eifersüchtig war, war es hier, seltsamerweise, immer in Ordnung für ihn. Komisch. Gerade hier hätte er „aufmerksam“ werden müssen, denn es kam wie es kommen musste. Ich verknallte mich in den Wolf.


Mittlerweile war ich 17. Der Wolf mein bester Freund. Mit A war ich immer noch zusammen. Auch wenn die Beziehung schon lange am Ende war, mir fehlte einfach die Kraft um dies zu beenden. Aus Gründen. Na, egal.
Wie gesagt, ich genoss die Zeit mit dem Wolf. Wir alberten herum, untnahmen Dinge und redeten viel. Über alles. Stundenlang. Er konnte mir alles erzählen und anders herum war dies genau so. Nur über meine Beziehung und die Gefühle zu ihm redete ich niemals. Warum auch?
Er war mein bester Freund, ich war in einer Beziehung und auch er hatte immer mal wieder eine Freundin. Nein, es war bloß eine Verliebtheit, die einfach schon über ein Jahr anhielt.

Der Sommer kam. Bei uns war dies immer LARP-Hochsaison. In unserer Gruppe und ein paar Freunden veranstalteten wir Treffen mit Plots usw. Meistens immer in der Stadt Wolf. Dies hatte auch gute organisatorische Gründe. In der Nähe war ein Wals, in dem man wirklich herrvoragend spielen konnte. Und seine Eltern ließen uns auch immer den Garten nutzen. Geschlafen wurde dann in Schlafsäcken auf dem Boden im ausgebauten Keller. Es war einfach eine unbeschreiblich schöne und wunderbare Zeit.
Manchmal fehlt mir dieses Hobby heute. Naja.

Jedenfalls, gab es wieder ein treffen beim Wolf. Alle waren sie da. Wir krauchelten den ganzen Tag im Walt herum und am Abend kloppten wir uns um die Dusche. Der Grill wurde angeworfen. Man redete und lachte. Irgendjemand spielte Gitarre. Ein Abend, von dem man wirklich lange zehrt.
Nach und nach verkrochen sich alle in den Keller in ihre Schlafsäcke. Man war müde vom Tag.
Am Ende blieben nur der Wolf und ich übrig…

Unter’m Apfelbaum saßen wir auf einer Decke. Wie so oft saß ich zwischen seine Beine, mit dem Rücken an seiner Brust gelehnt. Seine hand lag auf meinem Bauch. Streichelnd. Alles war wie immer. Auch unser Gespräch. Ein ganz normaler Moment zwischen zwei Freunden. Auch dann, als ich mich zu ihm drehte um ihm einen sanften Kuss auf die Wange zu geben. Etwas, was zwischen uns auch schonmal vorkam. Wirklich unschuldig.
Neu war jedoch, dass er meinen Kopf sanft in seienr Hand hielt. Kurz sah er mir in die Augen, bevor er mich küsste. Innig .Zärtlich. Die Zeit stand still. Nur die Sterne leuchteten weiter.

War das jetzt bloß ein Kuss aus dem Moment heraus? Oder steckte da jetzt doch mehr dahinter? Ich war verwirrt, traute mich allerdings nicht darüber zu reden. Stattdessen gingen wir zu den anderen in den Keller. Mit einem seltsamen Gefühl im Bauch kuschelte ich mich an A. Kraulte noch ein klein wenig den Nacken vom kleinen D, der da neben lag. Alles wie immer.

Die Nacht war unruhig. Der Morgen auch. Nicht eine Sekunde fanden der Wolf und ich um zu reden. Wir brachen auf in den Wald zum spielen. In Time.
Mein Character, bzw. ich, bekam eine Aufgabe etwas spezielles und wichtiges zu suchen. Eine gute Aufgabe für meine quirlige Rolle. Also verschwand ich in den Wald, in eine dichtere Ecke und suchte das Teil, was hier irgendwo liegen sollte. Schwierig. Aber das war ja der Reiz.
Es dauerte eine ganze Weile, da stand der Wolf neben mir. Wir waren der alleine. Endlich! Kurz drückte er mich an sich.
Reden? – Reden!
Wir setzten uns auf dem Boden und sprachen miteinander. Offen und ehrlich.
Ja, da waren Gefühle im Spiel. Beidseitig. Und sie entwickelten sich einfach.
Nein, eine Zukunft gab es nicht. Ich war doch in einer Beziehung und vor allem viel zu jung. Im Frühjahr 17 geworden, während er knapp 10 Jahre älter war.
Außerdem wollten wir unsere Freundschaft nicht gefährden.
Oh, diese widerliche Vernunft!

Aber unsere Freundschaft zerbrach.
Nicht, aufgrund des Kusses oder der Gefühle, die wir gekonnt überspielten, sondern aufgrund der Zeit. Das Leben änderte sich. Sein Studium wurde anspruchsvoller und verlange mehr Aufmerksamkeit, als ihm lieb war. Ich begann ein Vollzeitpraktikum im Kindergarten. Es ändere sich so vieles in einer kurzen Zeit. Wir beiden hörten mit dem LARP auf, aus verschiedenen Gründen. Dann zog der Wolf weg. Auslandssemester. Mit der Zeit wurden auch die Anrufe weniger. Dann die eMails. Schließlich hörte der Kontakt ganz auf.

Funkstille.

Ich dachte immer mal wieder an den Wolf. An unsere gemeinsame Zeit. Wie es ihm geht? Was er wohl treibt? Denkt er auch an mich? Hätten wir nicht einfach sämtliche Moral über Bord werfen sollen? Was wäre gewesen, wenn?
Gedanken, die immer mal wieder auftauchten. Manchmal öfters, manchmal jahrelang gar nicht. Trotzdem, war der Wolf niemals ganz aus meinem Herzen.




2019.
Alle paar Monate schaue ich mal durch meine alten E-Mail Fächer, was da so abgeht. Meistens Spam. Vermutlich verpass ich die guten Mails, weil sie automatisch gelöscht werden. Quatsch.
Heiße MILFs aus deiner Nachbarschaft wollen dich treffen! – klick & weg
Viagra im Sonderangebot! – klick & weg
Hallo (Hexenname), ich bins (Wolfsname)! Gibt es dich nocht? – klick & weg.
Dein reicher Onkel aus Nigeria ist verstorben – klick & … HÖ?!?!
Was war das vorher für eine Mail? Rein in den virtuellen Papierkorb und ersteinmal die Mail lesen. Knapp 4 Monate alt. Ich las sie einmal. Zwei Mail und auch ein drittes Mal. Mein Herz zog sich zu. All diese Erinnerungen kamen wieder. Der Ex, das LARP, unsere Freundschaft, der Kuss… Ich schluckte. Sollte ich antworten? Er schrieb, dass er Leute von früher suchen würde. Dass ich ihm sofort in den Sinn kam. Eben ein wenig nichtssagendes BlaBla.
Die Nachricht war alt, ob er jemals meine Antwort lesen würde? Keine Ahnung!
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!
Zitternd tippte ich eine Antwort.

Die nächsten zwei Tage schaute ich fast stündlich in in das Mailfach, in der Hoffnung, dass er ich eine Antwort bekam. Nichts.
Am dritten Tag war ich so beschäftigt, dass ich noch nicht einmal Zeit hatte daran zu denken. Erst nachts, als ich ich in meinem Bett lag und nicht schlafen konnte. Also loggte ich mich ein. Oh Gott! Da war tatsächlich eine neue Mail vom Wolf. Ich konnte es nicht glauben.

Einige Tage lang mailten wir immer hin und her, bis wir endlich unsere Telefonnummern austauschten. Wir telefonierten das erste Mal eine ganze Nacht lang. Redeten über alles Mögliche. Fast so, als lägen da keine 15 Jahre dazwischen.
Das Telefonat endete anders als erwartet. Telefonsex. Ziemlich heißen Telefonsex.
Die Sonne ging bereits auf, als ich nach 2 Orgasmen am Telefon einschlief. Verrückt.
Ein Gefühl zwischen Bauchschmerzen und Schmetterlinge im Bauch machte sich breit.
Von nun an schrieben wir täglich und ab und zu telefonierten wir. Es war fast wie früher.

Von Anfang an wusster er, dass da noch jemand war. Der Captain. Er war auch einer der erste, der mich darauf hinwies, dass der Captain mittlerweile mehr als nur eine Affäre für mich ist.
„Ich kenne dich, Kleines!“
Keine Frage, er kannte mich wirklich. Wir fühlten uns direkt wieder miteinander verbunden. Bereits damals nannten wir uns seelenverbunden. Manchmal ändern so viele Jahre nicht viel. Bloß, dass auch ich jetzt erwachsen war.

Wir trafen uns.
Ganz im Sinne der alten Zeiten zum LARP Abend in der Taverne, in der wir früher oft spielten. Es war seltsam. Wir beide haben seit vielen Jahren nicht mehr gespielt. Alles neue Gesichter. Logisch!
Und zwischen uns?
Wir verstanden uns hervorragend.
Es lag eine gewisse, aber doch prickelnde Angespanntheit zwischen uns. Eine Nervosität.
Die Taverne verließen wir dann doch recht schnell wieder, da wir einfach nicht in die LARP Stimmung hineinkamen. Es war ein Versuch wert. Gemeinsam fuhren wir zu ihm. In sein Elternhaus, wo er nun alleine lebte. Dort, wo wir viele Wochenenden mit der Gruppe verbrachten, jedoch auch viel Zeit zu zweit. Als Freunde. Verändert hatte sich kaum etwas. Sogar der alte Apfelbaum stand noch. Trotzdem war alles etwas anders.
Wir waren allein. Wir waren frei. Wir waren erwachsen.
Endlich!

Die Haustür schloss sich hinter uns, da fiel der Wolf schon über mich her. Voller Gier.
Wir schafften es noch nicht einmal nach oben ins Schlafzimmer. Erst später.
Die ganze Nacht fielen wir immer wieder über einander her. So, als hätten wir viele Jahre darauf gewartet. Voller Sehnsucht.
Er besaß mich.
Er markierte mich.
Ich gab mich ihm komplett hin.
Wir liebten uns…


Von da ab an, stellte der Wolf mein ganzes Weltbild auf den Kopf. Es war doch eh schon chaotisch genug. Auf der einen Seite war da der Captain, den ich wirklich sehr liebte, und auf der anderen Seite war da der Wolf, den ich auch sehr liebte.
Das kann doch nicht sein?!?
Doch, es war einfach so.
Mir fiel es schwer zu verstehen und zu akzeptieren, dass ich sowas wie polyamurös war. Eigentlich hielt ich davon doch gar nichts. Ganz im Gegenteil. Aber es war zu spät. Ich lernte auch diese Seite an mir kennen. Und ich liebe sie.
Denn ich liebe den Captain und auch den Wolf vom ganzen Herzen. Genau so, wie beide mich lieben.
Auch, wenn ich mit dem Captain zusammen lebe und ihn bald heiraten werde, liebe ich den Wolf nicht weniger.
Manchmal ist das Leben echt seltsam.




Das zweite Date

Eine gewisse Skepsis gepaart mit Misstrauen blieb und ließ mich anspannen und vorsichtiger werden. Auch dann, als ich pünktlich zu unserem 2. Date bei ihm klingelte. Es war der 3. Januar und ich hatte eigentlich gar keine Lust. Da ich meine Versprechen aber halte, stand ich vor seiner Tür.

Seine Wohnung war klein, aber gemütlich. Ordentlich, was ich irgendwie nicht erwartet hatte. Gemeinsam saßen wir auf seinem Sofa im Wohnzimmer. Aßen Pizza und sahen eine DVD. Seinen Lieblingsfilm. Es war wirklich gemütlich aber trotzdem blieb meine Angespanntheit. Auch dann, als er mir seinen Arm um die Schultern legte und mich etwas näher an sich zog.

Es dauerte eine ganze Weile, als es plötzlich geschah.
Ich begann langsam warm zu werden und die gemeinsame Zeit zu genießen. Meinen Kopf legte ich auf seiner Schulter, während er, unheimlich zärtlich, meinen Nacken streichelte. Jeder Film endet irgendwann, auch dieser. Eigentlich wollte ich danach gehen. Eigentlich.
Der Captain jedoch überredete mich auf noch einen Film zu bleiben und versprach mir sogar heißen Kakao mit Zimt. Mit Zimt! Wer kann da schon nein sagen?
Ich blieb.

Also folgte ich ihm in die kleine Küche, wo er einen Topf mit Milch aufsetzte. Draußen war es schon lange dunkel und die Küche wurde nur von Licherketten erhellt. Gemütlich. Ich stand neben ihn und beobachtete was er tat. Oh man, erwähnte ich, dass der Captain riesig ist? Oder ich bin einfach nur winzig. Naja, wie man es nimmt.
Jedenfalls sah er mich plötzlich an und sprach: “ Küss mich, Hexe!“
Verwirrt küsste ich ihn leicht auf den Mund.
„Küss mich richtig, Hexe!“
Aber anstatt ihn zu küssen, grinste ich nur blöde und kniff ihm in die Wange.
„Voooorsicht kleine Hexe! Werd‘ jetzt nicht frech!“ er schmunzelte. Seine Augen funkelten.
„Sooooooooooonst?“ forderte ich ihn heraus.
„Sonst wird der Captain ganz böse“ antwortete er mir und gab mir einen kräftigen Klaps auf den Hintern!
„Ey! Soll ich jetzt Angst haben?“
„Besser wäre das, Hexchen!“ und erneut fing ich mir einen Klaps ein. Menno!
„Ganz schön frech für so einen Jungspund.“
„Ich zeig dir gleich, was so ein Jungspund kann!“
Mit einer Hand griff er mir an den Hals. Nicht feste, aber so dass ich kurz erschrk. Diesen kleinen Moment nutzt er um mich zu küssen. Lange, innig, leidenschaftlich. Nein, für diese Kuss gab es keine Beschreibung. Wahnsinn! So intensiv.
Dann ließ er wieder ab von mir, streichelte über meinen Kopf und kümmerte sich weiter um unseren Kakao. Ich sammelte meinen Mut, stellte mich auf den Zehenspitzen und küsste seine Wange. Kurz und sanft. Er lächelte und in diesem Augenblick konnte ich einfach nicht an mich halten und leckte ihm über die Wange.
„Hexe!“ rief er. „Du bist doch kein Hund! Du solltest lieber lieb zum Captain sein!“
„Achjaaaaa?“
„JA!“
Wir ärgerten, käbbelten und provozierten uns gegenseitig. Eine ganze Weile ging das so, bis der Captain befahl: „Du böse kleine Hexe, lehn dich über’m Tisch!“
Natürlich weigerte ich mich etwas, aber etwas hatte sich in seiner Stimme geändert.
„Jetzt sei eine gehorsame Hexe und lehn dich über’n Tisch.“
Gänsehaut überkam mich. Heftige Gänsehaut. Völlig unerwartet. Ich gehorchte.
Fünf Hiebe mit der Hand trafen meinen Hintern. Ich zuckte zusammen. „Autsch!“
„Wie heißt das, Hexchen?“
„Danke, Captain?“
„Brav!“ flüsterte er und gab mir noch einmal fünf Hiebe auf den Hintern. Anschließend drehte er mich wieder um, sah mir in die Augen und küsste mich innig. Sanft strich er mir durch das Haar.
„Knie dich hin, Hexchen!“
Ich spürte, dass dies kein Moment war um aufmüpfig zu sein. Also ging ich vor ihm auf die Knie.
Von oben grinste er auf mich herab.
„Wem gehörst du, Hexe?“
„Niemandem!“
„Ach? Deshalb kniest vor mir? Ich würde mal sagen, du gehörst dem Captain!“
„Das hast du jetzt also beschlossen, ja?“
„Ja! Das habe ich. Du bist jetzt gaaaanz allein Meine. Meine Hexen-Sub!“
„Aha?“
„Mhm! Ich verspreche dir, dass ich auch immer gut auf meine Hexe aufpasse.“
Er zog mich zu sich hoch und küsste mich. Ich küsste ihn. Wir küssten uns. Die ganze Zeit. Immer und immer wieder. Voller Leidenschaft. Eng umschlungen. Immer näher rückten wir. Er presste seinen Körper an meinen. Mit einer Hand fuhr er mich durchs Haar. Wir ließen nicht eine Sekunde von einander ab. Ich vergaß alles um mich herum. Für einen Moment sogar mein Misstrauen. Es war, als würden nur noch wir existieren.

Dann flogen unsere Kleidung zu Boden. Ich wollte ihn spüren. Er wollte mich spüren. Nackt. Haut an Haut. Eine Weile betrachtete er mich. „Du bist wunderschön!“ lächelte er mich an und zog mich wieder an sich heran und begann liebe voll meinen Hals zu küssen. „Nicht..“ bittete ich, doch der Captain ließ nicht ab. Stattdessen biss er mir in den Hals. Ich konnte es nicht unterdürcken und musste Aufstöhnen. Der Hals ist doch meine absolute Schwachstelle! Das merkte er und so biss und küsste er sich weiter über meinen Hals, was ich mit leisem Stöhnen quittierte.
Seine großen Hände spürte ich nun überall auf meinem Körper. Streichelnd. Erforschend.
„Setz dich auf dem Tisch.“ flüsterte er und noch bevor ich dort Platz nehmen konnte, hatte ich sein Gesicht zwischen meinen Brüsten.
Er küsste und leckte sie. Umspielte die Nippel und saugte an ihnen. Immer mal wieder biss er sanft hinein. Ich wand mich. Stöhnte leise in sein Ohr. Meine Hände glitten über seinen Körper doch immer wieder schob er sie weg.
„Lass das Hexchen! Sonst muss ich dich fesseln!“
Es fiel schwer, aber ich nahm meine Hände beiseite. Der Captain hingegen widmete sich weiterhin meinen Brüsten. Küssend, massierend, an den Nippeln saugend. Ich genoß es sehr. Ganz sanft und zärtlich ließ er dabei eine Hand an meinem Körper hinunter gleiten. Streichelte mich, bis sie zwischen meinen Beinen zu liegen kam. Mit einem Finger glitt er über meinen Schamlippen. Drang nur leicht mit einem Finger ein. Für einen kurzen Moment ließ er ab von mir und betrachtete seinen feuchten Finger. Genüßlich lutschte er ihn ab. Er küsste mich. Noch während wir uns gierig küssten, drückte er bestimmend meinen Oberkörper nach hinten, so dass ich nun komplett auf dem Tisch lag. Meine Schenkel öffnete er ein wenig. Ohne Vorwarnung vergrub er seinen Kopf dazwischen. Oh Gott! Eigentlich mag (mochte!) ich es gar nicht, wenn man mich leckt, aber was auch immer der Captain da tat, es war der Wahnsinn. Und er hörte gar nicht mehr auf damit.
Ich stöhnte, wand mich heftiger, zitterte. Doch er ließ nicht ab von mir. Ganz im Gegenteil, er genoss dieses Spiel sichtlich und trieb mich soweit, dass ich irgendwann komplett los ließ. Ich kam. Heftig.
Als er wieder auftauchte, grinste er mich an und küsste mich, während ich meine Arme und Beine um ihn schlag. Ich wollte ihn jetzt einfach nur ganz nah spüren.
Fast schon vorsichtig zog er mich vom Tisch hinunter, strich mir eine Strähne aus dem Gesicht und führte mich direkt in sein Schlafzimmer.

Dort angekommen, drückte er mich direkt ins Bett. Leidenschaftliche Bisse. Gierige Küsse. Plötzlich packte er meine Arme, zog sie hoch und band sie locker am Kopfteil vom Bett fest.
„So habe ich mein Hexchen am liebsten,“ sprach er während er zwei Finger in meine Pussy schob „Nackt, wehrlos und nass.“ Er zog die Finger hinaus und lutsche sie erneut genüsslich ab.
„Ich wollte schon immer ein eigenes, persönliches Hexchen haben.“
Das einzige, was mir darauf einfiel, war ein langgezogenes „Soo Soo“
„Sei nicht so frech! Ich werde dir schon noch Manieren gegenüber deinem Captain beibringen!“ drohte er mir, während er einige Klammern hervorholte und neben mir auf dem Bett ausbreitete.
Zärtlich begann er wieder mit meinen Nippeln zu spielen. Pustete sie an, strich darüber und zupfte an ihnen, bis sie hart wurden. Provokant grinsend griff er nach den Klammern und setzte auf jeden Nippel Eine. Ich zog die Luft scharf ein. Immer wieder schnippste er die Klammern an, so dass sie wackelten. Mal sanft, aber auch mal fester, worauf hin ich mal quiekte oder leise stöhnte. Er genoss es sichtlich und so nahm er für jede Seite eine zweite Klammer hinzu. Ich wand mich.
Eine Hand von ihm ließ er dabei über meine feuchten Schamlippen streicheln. Erst ganz zärtlich und dann mit immer mehr Druck. Zwischendurch tauchte mal der eine oder andere Finger ein. Er spielte mit mir eine ganze Zeit lang, bis er erneut neben mich griff und an jeder Schamlippe zwei Klammern platzierte. Bei jeder dieser fiesen Klammern zuckte ich zusammen und konnte ein Aufstöhnen nicht verkneifen. Es war wirklich ein fieses, aber gutes Gefühl.
Anschließend blieb der Captain einfach neben mir sitzen und betrachtete mich.
„Weißt du was wirklich gemein wäre, Hexchen? Wenn jemand die Klammern einfach abziehen würde, ohne sie zu öffnen. Gemein, oder? Du musst jetzt sehr tapfer sein, kleine Hexe!“
Antworten war gar nicht möglich, denn er begann direkt mit dem Abziehen. Erst die Nippel, dann ganz langsam die Schamlippen. Erst links, dann rechts, dann wieder links und wieder rechts. Himmel, tat das weh. Nachdem ich auch von der letzten Klammer befreit war, schob er direkt und tief zwei Finger in meine Pussy und begann mich zu fingern, während sein Daumen meine Clit rieb. Innerhalb kürzester Zeit kam ich.
Uff.
Endlich band mich der Captain los und nahm mich in seine Arme. Leidenschaftliche Küsse tauschten wir miteinander aus. Gierig aber doch zärtlich began ich mich am Körper des captains hinunter zu küssen. Wohlig seuftzte er. Ich genoss es. Sein lustvolles Aufstöhnen, als ich mit meinen Lippen das erste Mal seine Eichel berührte bescherte mir direkt Gänsehaut. Ich liebkoste sie zärtlich weiter. Leckte sanft an ihr und küsste sie. Während ich nun begann auch den restlichen Schwanz mit meiner Zunge und meinen Lippen zu verwöhnen, legte der Captain seine Hände auf meinem Kopf. Für einen Moment schloß ich meine Auge. Atmete durch und blickte dann von unten an ihm hinauf. Seinen Schwanz ließ ich tiefer in meinen Mund gleiten. Zärtlich saugend und lutschend. Er stöhnte leise, sein griff an meinem Kopf wurde fester. Immer mehr schob er sich vor und immer mehr dran er in meinem Hals ein. Ganz langsam. Stück für Stück. Ich ließ es geschehen. Würgte kurz, nahm ihn dann aber nur noch tiefer auf. Langsam begann er zu stoßen. Die ersten Sabbertropfen bildeten sich, wovon er nur noch mehr erregt wurde, was durch sein Stöhnen und festere Stöße quittiert wurde.
Immer mal wieder würgte ich, während mein Speichel langsam auf meine Brüste tropfte. Mein Blick an ihm hinauf gerichtet. Zu sehen, wie sehr der Captain dies genoss machte mich schier wahnsinnig. Ich wurde nur noch gieriger und ließ nicht eine Sekunde von ihm ab. Ich machte genüsslich weiter. So lange, bis der Captain meinen Kopf packte, an sich heran zog und sich in meinem Mund und hals ergoss. Himmel! Ich schluckte. Lächelte ihn liebevoll an und begann dann ganz zärtlich seinen Schwanz sauber zu lecken. Er zuckte dabei. Stöhnte auf.
Nach einer kurzen Pause zog er mich zu sich hoch und küsste mich leidenschaftlich. Verdammt, er küsst so unheimlich gut! Eng umschlungen harrten wir so einen Moment aus. Mein Kopf lag auf seiner Brust, auf dem kleinen Segelschiff. Dort, wo ich sein Herzschlag hören und spüren konnte. Es fühlte sich verdammt gut an.

Irgendwann begannen seine Hände erneut meinen Körper zu erforschen. Streichelten. Tasteten. Ab und zu einen Klaps hier und da. Seine Berührungen wurde immer fester. Fast abgreifend. Immer wieder schoben sich seine Dinger in meine Pussy. Und immer wieder stöhnte ich auf. Wandt mich vor Lust. Er genoss es sichtlich.
Sanft, aber bestimmend drückte er mich ins Laken. Fast schon gierig spreizte er meine Beine und kniete sich genau da zwischen. Er sah mich an. Betrachtete mich eine ganze Weile. Offen lag ich vor ihm. Langsam zog er ein Kondom über. Lächelte mich an. Ich schloß meine Augen für eine Sekunde. Dann drang er in mich ein. Endlich. Wir beide stöhnten genussvoll auf, , als ob wir darauf den ganzen Abend gewartet hatten. Genau so fickte er mich auch. Voller Gier und Leidenschaft. Lange tiefe Stöße gefolgt von Schnelleren udn Härteren. Dabei hielt er mit einer Hand meine Arme über den Kopf fest, während die andere immer mal wieder meinen Körper berührte und mich streichelte. Oder klappste. Immer weiter trieb er mich in den Wahnsinn, doch hörte er vor dem Orgasmus auf. Wurde langsamer. Er spielte förmlich mit mir.
Und was tat ich? Ich ließ mich komplett fallen. Gab mich dem Captain immer mehr hin. Den Kopf völlig frei.
Seine Stöße wurden härter. Ich drückte ihm immer mehr mein Becken entgegen. Willig. Gierig. Wir beiden konnten nicht mehr lange durchhalten. Das spürten wir.
Er blickte mich an und küsste mich kurz, bevor er seine freie Hand um meinen Hals legte. Nicht zu feste, aber doch so, dass ich kurz nach Luft rang. Dann ließ ich los. Hielt mich nicht mehr zurück und kam. Der Orgasmus war heftig und intensiv. So sehr, dass dies den Captain so arg triggertem dass auch er kam. Erlösung. Es existierten nur wir beide. Vereint. Nach uns die Sinnflut.

Eine ganze Weile blieben wir noch ineinander verschlungen liegen. Genoßen diese Zweisamkeit, bis der Captain merkte, dass ich am ganzen Körper zitterte. Liebevoll wickelte er meinen nackten Körper in eine Decke ein und nahm mich im Arm. Er strich eine Strähne aus meinem Gesicht, küsste meine Stirn und murmelte: „Ich verspreche dir, dass es meinem Hexchen an nichts fehlen wird..“

Wir blieben im Bett. Aneinander geschmiegt. Schmusend. Ein wenig über dies und das redend. Mein Kopf lag auf seiner Brust. Und plötzlich war alles leicht. Es fühlte sich unglaublich gut an. Fast schon zu gut.
Als er mich Minuten später bat bei ihm zu übernachten, lehnte ich dies trotzdem ab und so fuhr der Captain mich noch mitten in der Nacht zurück nach Hause…

Zuhause landete ich wieder auf dem Boden der Tatsache. Meine Skepsis und meine Zweifel nahmen die Überhand und ich war überzeugt, dass ich von ihm nichts mehr hören werde. Er hatte jetzt genau das, was er wollte. Die Alte weggeflankt. Mit gemischten Gefühlen schlief ich irgendwann ein. Ich hatte bereits zu viel erlebt in der Vergangenheit.
Geweckt wurde ich gegen mittag von einer Nachricht vom Captain…





Dinge geschehen oft einfach ungeplant.
Ich dachte, wirklich es war eine einmalige Sache. Aber aus diesem zweiten Date wurde eine wunderbare Affäre. Sehr innig und intensiv, bereits nach kurzer Zeit. Wir harmonierten perfekt.
Jedoch harmonierten wir nicht nur auf sexueller Ebene perfekt, sondern auch auf menschlicher Ebene.
Schon nach wenigen Monaten, standen da auf einmal Gefühle im Raum. Große Gefühle. Und sie wuchsen. So weit, dass wir mittlerweile zusammen wohnen und unsere eigene Familie planen. Im nächsten Jahr werden wir heiraten. Dieses ungleiche Paar, dass sich doch so ähnelt.
Ich bin glücklich. Unheimlich glücklich, dass sich meine Zweifel niemals bestätigt haben. Und auch, wenn sie ab un zu zu Besuch kommen, räumen wir sie gemeinsam aus dem Weg. Reden. Nähe. Offenheit. Ehrlichkeit. Aber vor allem: Liebe!


Liebe.
Ich liebe den Captain wirklich über Alles.
Ich liebe ihn vom ganzen Herzen und aus tiefster Seele.
Das weiß er. Un dich weiß, dass er mich mindestens genau so sehr liebt.
Der Captain und das Hexchen.

Ich bin in meinem Hafen angekommen.


Das erste Date

Heute vor einem Jahr hatten der Captain und ich unser 1. Date. Niemals hätte ich gedacht, dass wir uns wiedersehen oder dass überhaupt irgendetwas daraus entstehen könnte. Ehrlichgesagt wollte ich dies auch gar nicht. Selbst nach unserem 2. Date im Januar war ich mir unsicher, aber Dinge geschehen meistens ungeplant.

Nun aber mal von vorn:

Kennengelernt haben wir uns online in einer BDSM-lastigen Community. Sein Profil war absolut nichts sagend, kein Foto, nur das Alter. Viel zu jung. Ich weiß bis heute nicht, warum ich überhaupt auf seine Nachricht antwortete. Aber ich tat es.
Smalltalk. Ein bisschen BlaBla. Irgendwie nervte er mich. Nachrichten bekam ich von ihm regelmäßig, egal wie knapp meine Antwort ausfiehl. Manchmal antwortete ich auch gar nicht. Trotzdem konnte ich täglich mit einer Nachricht von ihm rechnen. Ein wenig süß war es schon. Vor allem aber seltsam.
Nach einer Weile ließ ich mich dennoch verleliten, und gab ihm meine Nummer.
Wir begannen Whats App Nachrichten auszutauschen. Noch immer bekam ich keine „relevanten“ Infos von bzw. über ihm. Keinen Vornamen („Captain!“), keinen genauen Wohnort und schon mal gar kein Bild. Ich war genervt. Wieder nur ein Fake oder ein Spinner.
An einem Tag mit schlechter Laune schrieb ich ihm dies auch. „Triff mich, Hexchen!“ war seine Antwort. Nicht mehr und nicht weniger.
So ein dummes Kind!
Oder so ein dummes Hexchen?
Denn ich stimmte den ganzen albernen Blind Date Kram zu. Bereits am nächsten Tag wollten wir uns in der Stadt in einer Eisdiele treffen. Eisessen im November? – So ein Spacko!

Bereits eine viertel Stunde vorher war ich in der Eisdiele und schrieb ihm, wo ich sitze. Ich bestellte mir etwas zu Trinken, nahm meinen ebook-Reader zur Hand und vertrieb mir so die Zeit. Ich glaubte nämlich nicht daran, dass er auftauchen würde.

Doch er tauchte auf.

Plötzlich setzte sich jemand an meinem Tisch. Groß. Sehr groß. Schlank, ein wenig schlacksig. Bärtig und tattowiert. Trotzdem sah man ihm an, dass er noch sehr jung war. Und dann diese Augen. BÄM! Funkelnd und blaue. Man könnte sich darin verlieren.
All dieses ließ mich auch schon wieder stutzen. Was will so ein schöner, junger Mann von so einer alten Eule wie mir? Wette mit den Kumpels verlor’n? Veraschen wir die Fette?
Ich ging direkt in Abwehrhaltung.
Das Date verlief schleppend. Ein wenig BlaBla, nichts Besonderes. Immerhin erfuhr ich jetzt, dass er nur wenige Minuten zu Fuß von mir entfernt wohnte. Auch seinen Namen verriet er mir endlich. Toller Name. Trotzdem, war das Captain irgendwie schon angewöhnt. Tja, nun.
Das Angebot, dass er mich nach Hause fährt, verneinte ich dankend mit der Ausrede noch etwa sin der Stadt erledigen zu müssen. So verabschiedeten wir uns und ich bekam einen Kuss auf die Wange. Mein Gott, roch er gut! So ging jeder seinen Weg. Eine große Skepsis blieb.

Wollte ich ihn wiedersehen? – Nein!
Wollte er mich wiedersehen? – Ja!

Er schrieb mir. Immer und immer wieder. Mal mehr und mal weniger. Und immer wieder lud er mich ein. Ich sagte ab, erfand Ausreden. Selbst, als ich ihm schrieb, dass ich mich in jemand anderen verliebt hatte (was nicht gelogen war – eine uninteressante kurze sache) schrieb er mir. Schickte mir Memes, lustige Katzen- und Tierbilder. Und ja, Dinge aus seinem Leben. ARGH! Wie kann ein Mensch nur so penetrant nerven? So ein Kind! Was will er? Manchmal regte er mich wirklich auf.
Trotzdem blockte ich ihn nicht. Warum? Keine Ahnung!

In der Nacht vom 29. auf den 30. Dezember hatte ich einen seltsamen Traum.
Ich saß lesend auf so einer Festzeltgarnitur im Biergarten, trank Zitronenlimo und aß Lakritz aus einer Dose. Es war Sommer. Die Plätze um mich herum waren alle frei, aber er setzte sich genau mir gegenüber auf die Bank und stibitzte sich, ganz provokant, Lakritz aus meiner Dose. Arsch!
Mittlerweile erinnere mich nicht mehr genau an den Traum. Jedoch weiß ich noch was für ein seltsames Gefühl er hinterließ.

Vielleicht ist der Captain ja doch ganz nett?

Der Stil meiner Nachrichten änderten sich etwas. Sie waren freundlicher und auch ich teilte nun mit ihm mehr. Ließ ihn gewissermaßen auch an meinem Leben teilhaben. Sogar die Einladung für einen DVD-Abend im Januar nahm ich an.

Silvester verbrachte der mit Freunden. Nur wenige Minuten nach Mitternacht ging mein Handy. Der Captain. Er wollte seinem „Lieblingshexchen“ ein frohes neues Jahr wünschen. Irgendwie süß. Sogar sehr süß. Aber Silverster bin ich eh immer etwas emotionaler.

Noch immer blieb eine gewisse Skepsis…

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